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Profil von Bernie Worrell

  • Worrell, Bernie
  • Komponist, Produzent, Pianist
  • 19.04.1944 - 24.06.2016
USA
Worrell, Bernie
Georg Bernhard Worrell (* 19. April 1944 in Long Branch, New Jersey; † 24. Juni 2016) war ein US-amerikanischer Musiker, Komponist und Produzent. Als Keyboarder von Parliament und Funkadelic, Talking Heads sowie Praxis erlangte er einen legendären Ruf bei Kritikern und Musikliebhabern.

Karriere

Worrell wuchs in Plainfield (New Jersey) auf, begann das Musizieren bereits mit drei Jahren und schrieb ein erstes Concerto im Alter von acht. Er besuchte die Musikhochschulen Juilliard School und New England Conservatory of Music, wo er eine klassische Ausbildung erwarb. Als Student spielte Worrell mit einer Formation namens Chubby & The Turnpikes (später bekannt als Tavares), bevor er auf George Clinton traf. Zusammen mit Clinton und dessen Mitmusikern von The Parliaments sowie Funkadelic zog Worrell nach Detroit, wo Parliament entstand. Unter den Namen Parliament und Funkadelic war das Kollektiv, zu dem auch der Bassist und Sänger Bootsy Collins gehörte, im Bereich P-Funk bis 1981 live wie im Studio sehr aktiv. Als zentrales Mitglied der Gruppe spielte Worrell dort nicht nur Klavier, Orgel und Synthesizer, sondern war auch (Co-)Komponist und Arrangeur vieler Hits. Während andere Keyboarder des Funk hauptsächlich Hammond-Orgeln und das Fender Rhodes benutzten, war Worrell einer der ersten, die verstärkt mit Synthesizern wie dem Minimoog arbeiteten. Als Beispiele seiner Pionierarbeit seien hier Mothership Connection (Star Child) und Give Up the Funk (Tear The Roof Off The Sucker) von Mothership Connection (1975), Flash Light von Funkentelechy Vs. The Placebo Syndrome (1977) und Aqua Boogie (A Psychoalphadiscobetabioaquadoloop) von Motor Booty Affair (1978) genannt. Ein erstes Soloalbum namens All The Woo In The World erschien 1978. Bei Funkadelic und Parliament war er nachfolgend nur noch gelegentlich aktiv. 1980 beteiligte sich Worrell an der Tour zum Album Remain in Light der Talking Heads und war fortan bis zur Auflösung der Gruppe im Jahre 1992 ein regelmäßiger Gast bei Auftritten und Studioaufnahmen. Obwohl nie ein offizielles Mitglied der Band, war Worrell doch auf den wichtigsten Veröffentlichungen vertreten, so auch bei Stop Making Sense. In der Folgezeit intensivierte er seine Soloarbeit und trat ab 1996 als Bernie Worrell & The Woo Warriors auf. Außerdem begann er eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Bassisten und Produzenten Bill Laswell und beteiligte sich an Praxis, einem 1992 gegründeten Projekt von Laswell, dem experimentellen Gitarristen Buckethead und Schlagzeuger Bryan Mantia. Als Laswell 2002 für das Bonnaroo-Festival verhindert war, entstand kurzfristig Colonel Claypool’s Bucket of Bernie Brains mit Les Claypool am Bass. Das Album The Big Eyeball In The Sky sowie eine große US-Tournee folgten 2004. Im selben Jahr war Worrell in Moog zu sehen, einer Dokumentation zum 50. Jubiläum der von Robert Moog gegründeten Firma. Bereits 2003 begannen die Dreharbeiten zu Stranger: Bernie Worrell On Earth, einer offiziellen Biografie des Musikers, die 2005 vorgestellt und 2007 als DVD veröffentlicht wurde. Am 11. September 2007 erschien Turn My Teeth Up! von Baby Elephant, einem Projekt mit Prince Paul und Don Newkirk. Gäste waren George Clinton, Shock G, Yellowman, Reggie Watts, Nona Hendryx, David Byrne and Gabby La La. Anfang 2009 war Worrell in dem Projekt Socialibrium mit TM Stevens, Gitarrist Blackbyrd McKnight und Cindy Blackman auf Europa-Tournee.

Trivia

1997 wurde Bernie Worrell als Mitglied von Parliament-Funkadelic in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Der Rapper Chino XL ist ein Neffe von Worrell.

Diskographie

Soloalben

1978: All the Woo in the World 1990: B.W. Jam (Rock the House) 1991: Funk of Ages 1993: Pieces of Woo: The Other Side 1993: Blacktronic Science 1997: Free Agent: A Space Odyssey 2007: Improvisczario

Gruppenalben und Beteiligungen (Auswahl)

1970: Osmium von Parliament 1970: Funkadelic von Funkadelic 1971: Maggot Brain von Funkadelic 1972: America Eats Its Young von Funkadelic 1974: Up For The Down Stroke von Parliament 1977: Funkentelechy Vs. The Placebo Syndrome von Parliament 1984: Stop Making Sense von den Talking Heads 1986: Horses and Trees von Ginger Baker 1992: Transmutation (Mutatis Mutandis) von Praxis 1999: Unison von Shin Terai 2004: The Big Eyeball In The Sky von Colonel Claypool’s Bucket of Bernie Brains 2006: Gold & Wax von Gigi 2007: Lightyears von Shin Terai 2007: Tennessee 2004 von Praxis 2007: Turn My Teeth Up! von Baby Elephant 2008: Profanation (Preparation for a Coming Darkness) von Praxis 2023: Bernie Worrell / Cindy Blackman Santana / John King: Spherical (rec. 1994)

Weblinks

Offizielle Homepage Stranger: Bernie Worrell on Earth – the official documentary on Bernie Worrell Bernie Worrell and the WOO Warriors collection im Internet Archive Interview mit Digital Interviews, Mai 2000 Interview mit Fonkadelica, 2004

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Worrell, Bernie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.